Auf den ersten Blick mag der Titel der Ausstellung verwundern.
Nach den großen Schauen wie Paris – Berlin oder Paris – Moskau, die in einer Art Achsenmodell den künstlerischen Austausch zwischen den Metropolen als eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der europäischen Kunst im 20. Jahrhundert vor Augen führten, wird hier Karlsruhe, der ehemaligen badischen Residenz, ein Platz im Spannungsfeld zwischen den beiden Weltstädten zugewiesen.
Ausgangspunkt für diese Konstellation ist die Feststellung, dass in den letzten 100 Jahren nicht nur zahlreiche Künstler und Künstlerinnen immer wieder von Karlsruhe aus Paris und/oder Berlin angesteuert haben, sondern auch viele – angezogen besonders von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste – den Weg nach Karlsruhe fanden. Beide Bewegungen – und darauf verweist der Untertitel „Vents d’est et d’ouest“ – haben immer wieder „frischen Wind“ ins Badische gebracht und zur Entwicklung eines unverwechselbaren Profils der Kunst am Oberrhein beigetragen.
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