Konstruktion gegen Gestik
und das autonome Bild
Unbescheiden formulierte Jürgen-Fischer, er wolle die Historie in die heutige Malerei hinüberretten, Manierismus, „rationales Gefühl“ und heraldische Embleme schlossen sich für ihn keineswegs aus. Die radikale Reduktion der malerischen Mittel, der Verzicht auf Abbild, Erzählung und psychische Expression bestimmen dagegen die Werke von Lothar Quinte. "Es geht um eine autonome, sinnliche, das heißt an die Sinnenkräfte des Betrachters appellierende Malerei, die von außen nicht beeinflusst ist, nicht auf schnelle 'Einfälle' setzt und sich nicht unbedenklich dem erstbesten Effekt überlässt. Weder möchte ich aber mit meinen Widersprüchen zwischen mir und der Wirklichkeit versöhnen, noch bestimmte Bewusstseinsgehalte übersetzen. Es ist viel einfacher: Ich will das Bild als selbständiges Objekt, als eigenständige Realität. (…) Ich will malend von der Sinnlichkeit der Farbe handeln. "
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