Frisbee ! Sport und Freizeit. Sammlung Würth

Das Musée Würth präsentiert die Ausstellung Frisbee! Sport und Freizeit. Sammlung Würth vom 27. Januar bis 15. September 2024.

Freier Eintritt für alle.

Öffnungszeiten:

  • Dienstags bis Samstags, 10 bis 17 Uhr.
  • Sonntag, 10 bis 18 Uhr.

Führungen am Sonntag :

Eine französischsprachige Führung durch die Ausstellung wird jeden Sonntag um 14:30 Uhr angeboten.

Inspiriert von der Zeichnung Les Loisirs (Die Freizeit) des kubistischen Malers Fernand Léger (1881–1955), die vor 80 Jahren entstand, stimmt das Musée Würth in Erstein auf die Olympischen und Paralympischen Spiele im Sommer 2024 in Paris ein. Die Ausstellung Frisbee! führt vor Augen, wie sehr Sport, Spiel und Freizeit die Konsumgesellschaft von den 1950er-Jahren an bis heute durchdringen und wie sich dieses Thema in der Kunst widerspiegelt.

Das 20. Jahrhundert erlebte trotz der einschneidenden Erfahrung von zwei Weltkriegen eine unaufhaltsame Entwicklung hin zur westlichen Freizeitgesellschaft. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Sport zu einer populären Beschäftigung. Im Paris der Belle Époque mit ihren technischen Fortschritten, die man auf der Weltausstellung von 1900 bewundern konnte, entstand ein vollkommen neues Verlangen nach Freizeit und Unterhaltung. Befördert wurde dieses von sozialen Errungenschaften, wie der Einführung des bezahlten Urlaubs durch die französische Regierung, den Front populaire (Volksfront), im Jahr 1936.

Neben dem (Arbeits-)Alltag gab es nun auch eine Zeit für Erholung und Entspannung, die von der Konsumgesellschaft der »Wirtschaftswunderjahre« später dankbar angenommen wurde. Die sportlichen Aktivitäten und das Spiel übten nicht nur ihren Sog auf alle Klassen einer sich von Grund auf wandelnden Gesellschaft aus, sie wurden auch zu einem starken Anreiz für künstlerische Perspektiven. Heute ist der Breitensport eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen unserer modernen Gesellschaft, die überdies ein großes Interesse am Leistungssport zeigt. Damit einher gehen aktuelle Freizeittrends wie Herumschlendern und Chillen.

Die Ausstellung lädt ein, die Vielfalt der Sportarten, ihre Beliebtheit, die Freude an der Bewegung an der frischen Luft oder an Gesellschaftsspielen in Bildern und Skulpturen nachzuempfinden. Es wird deutlich, welche Anziehungskraft der Boxsport, Stierkampf, Tanz oder auch das Schachspiel auf Künstlerinnen und Künstler ausübte – von Andy Warhol über Marcel Duchamp, Man Ray, Max Ernst bis hin zu Alfred Hrdlicka oder Elisabeth Sabala. Dabei wird auch thematisiert, welche Faszination und Bedeutung von den Olympischen Spielen ausgeht.

Donna Stolz
Show me a garden that’s burstin’ into light
2007
Sammlung Würth, Inv. 11324
Foto : Volker Naumann, Schönaich © DR

Michael Halsband
Jean-Michel Basquiat und Andy Warhol
1985
Sammlung Würth, Inv. 7018
Foto : Archiv Würth © DR

Elisabeth Sabala
Las chicas del coro / Die Chormädchen
2009
Sammlung Würth Spanien, Inv. 13554
Foto : Reproestudio © DR

Camille Pissarro
Route de Berneval-le-Petit (Maison Thievain)
1900
Sammlung Würth, Inv. 3430
Foto : Philipp Schönborn, München © DR