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Dokumentarfilmvorführung: Gisèle Freund, das intime Porträt einer visionären Fotografin

September 20 @ 16 h 00

Das Musée Würth bietet in Zusammenarbeit mit Le Lieu documentaire im Rahmen der Ausstellung „ZOOM. Gesichter und Werke aus der Sammlung Würth“ kostenlose Dokumentarfilmvorführungen an.

Gisèle Freund, das intime Porträt einer visionären Fotografin

von Teri Wehn Damisch

Gisèle Freund (1908–2000), französisch-deutsche Fotografin, Soziologin und Schriftstellerin, war Zeugin der Persönlichkeiten und Ereignisse des Jahrhunderts, in dem sie lebte. 1933 floh sie vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland und ließ sich in Paris nieder. Dort wurde sie zu einer der Wegbereiterinnen des Farbporträts von Künstlerinnen, Künstlern und Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Als eine der wenigen weiblichen Reportagefotografinnen, die bereits bei der Gründung der Agentur Magnum aufgenommen wurden, war sie zugleich Akteurin und Denkerin der Fotografie.

Das legendäre Porträt von André Malraux und die Fotografien von Frida Kahlo in Mexiko stammen von ihr. Doch Gisèle Freund lässt sich nicht auf diese berühmten Bilder reduzieren.

Im Licht ihres Archivs, das heute am Institut Mémoires de l’Édition Contemporaine aufbewahrt wird, erkundet die Kamera ihrer einstigen Freundin ihre unveröffentlichten Fotografien, Kontaktbögen, Reportagen und Schriften. So entsteht das intime Porträt einer außergewöhnlichen und mutigen Frau.

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